Kunst am Schacht - Teil 2

Im letzten Jahr wurde die Süd-West-Fassade des 60m hohen Förderturms des ehemaligen Bergwerkes "Martin Hopp" mit einem 480 m² großen Graffiti gestaltet, das die Bergbaugeschichte zeigt.

Nun läuft aktuell das 2. Projekt zur Gestaltung der Nord-Ost-Fassade dieses imposanten Gebäudes der Industriekultur.
Nach einer überregionalen Ausschreibung, innitiiert durch die MSB GmbH und dem Landkreis Zwickau, wurde der Entwurf des Künstler-Duos Doppeldenk ausgewählt.
Doppeldenk aus Leipzig/Chemnitz erstellt ein riesiges Fassadenbild mit dem Titel "Echo der Zukunft" .
Der Entwurf greift das Spannungsfeld Mensch-Technik-Natur im aktuellen Kontext "Internet der Dinge", "Einsatz künstlicher Intelligenz" sowie "Industrie 4.0" auf.

Fertigstellung Kunst am Schacht Teil 2:

Mittlerweile wurde das Fassadenbild "Echo der Zukunft" durch das Künstlerduo #doppeldenk im September fertiggestellt.
Als Projektabschluss wurde bei uns dazu eine Vernissage unter Teilnahme der Projektbeteiligten, der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Frau Dr. Pia Findeiß, Vetreter des Landrates Herr Carsten Michaelis sowie Vetreter des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau mit Ihrem Vorsitzenden Karl-Heinz Baraniak und unseren Mitarbeitern veranstaltet.

Zur Erläuterung des Kunstwerkes wurde eine gemeinsame Pressemitteilung Landkreis Zwickau, MSB GmbH und Kulturraum Vogtland-Zwickau verfasst.Hier ein kleiner Auszug daraus:

Das Werk des Künstler-Duos #Doppeldenk trägt den Titel "Echo der Zukunft". Anders als die vergangenheitsbezogene erste Fassade greift das Bild die nahe Zukunft der hiesigen Industrie auf und zeigt, wie sie das Leben und Arbeiten prägen wird: Die Künstler verarbeiten das Spannungsfeld Mensch und Technik, das gerade nochmals an Aktualität gewinnt mit Blick auf das „Internets der Dinge" und den Einsatz künstlicher Intelligenz - die sogenannte "Industrie 4.0".
Die beiden Künstler zeichnen die Möglichkeit eines Industriezeitalters, das durch ein verantwortungsvolles Zusammenspiel von Mensch und Roboter sowie die Verknüpfung von Tradition und Fortschritt gekennzeichnet ist.
Die Leiterbahnen einer Platine zeichnen einen Kreis des Lebens nach und verbinden diverse Symbole aus Technik und Natur. In der Mitte steht ein Baum - Zeichen für Erkenntnis, Wachstum und Ertrag. Die darüber angeordneten übergroßen Gesichter, eins mit organischen und eins mit technoiden
Gesichtszügen, berühren sich.
Der Entwurf überzeugte die Jury in seiner Vielschichtigkeit und klaren künstlerischen Sprache. Die frei gehaltenen Bereiche ohne Übermalung und die Beschränkung auf die Kernfläche des Turms lassen sowohl Kunstwerk als auch Turm präsent sein und erzeugen eine interessante visuelle Interaktion.